Predigt   am Sonntag 04.04.2021  (Ostersonntag)Ulrich Becker 100

Predigttext Offenbarung 5, 1-14

Jetzt sah ich, dass der, der auf dem Thron saß, in seiner rechten Hand eine Buchrolle hielt. Sie war innen und außen beschrieben und war mit sieben Siegeln versiegelt. Und ich sah einen mächtigen Engel, der mit lauter Stimme rief: »Wer ist würdig, das Buch zu öffnen?« Einer der Ältesten sagte zu mir: »Weine nicht! Einer hat den Sieg errungen – der Löwe aus dem Stamm Juda, der Spross, der aus dem Wurzelstock Davids hervorwuchs. Er ist würdig, das Buch mit den sieben Siegeln zu öffnen.«
Nun sah ich in der Mitte, da, wo der Thron war, ein Lamm stehen, umgeben von den vier lebendigen Wesen und den Ältesten. Es sah aus wie ein Opfertier, das geschlachtet worden ist, und es hatte sieben Hörner und sieben Augen.
Das Lamm trat vor den hin, der auf dem Thron saß, um das Buch in Empfang zu nehmen, das er in seiner rechten Hand hielt.
Nun sangen die vier lebendigen Wesen und die Ältesten ein neues Lied; es lautete: »Würdig bist du, das Buch entgegenzunehmen und seine Siegel zu öffnen! Denn du hast dich als Schlachtopfer töten lassen und hast mit deinem Blut Menschen aus allen Stämmen und Völkern für Gott freigekauft, Menschen aller Sprachen und Kulturen.«
Dann sah ich eine unzählbar große Schar von Engeln – tausend mal Tausende und zehntausend mal Zehntausende. Sie standen im Kreis rings um den Thron, um die vier lebendigen Wesen und um die Ältesten, und ich hörte, wie sie in einem mächtigen Chor sangen: »Würdig ist das Lamm, das geopfert wurde, Macht und Reichtum zu empfangen, Weisheit und Stärke, Ehre, Ruhm und Anbetung!« Und alle Geschöpfe im Himmel, auf der Erde, unter der Erde und im Meer – alle Geschöpfe im ganzen Universum – hörte ich mit einstimmen und rufen: »Anbetung, Ehre, Ruhm und Macht für immer und ewig dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm!« Die vier lebendigen Wesen antworteten: »Amen!« Und die Ältesten warfen sich nieder und beteten an. (Offb. 5,1-14)

Predigt   am Freitag 02.04.2021  (Karfreitag)Ulrich Becker 100

Predigttext Johannes 13 , 21-30

21 Jesus wurde er betrübt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.
22 Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ihnen wurde bange, von wem er wohl redete.
23 Es war aber einer unter seinen Jüngern, den Jesus lieb hatte, der lag bei Tisch an der Brust Jesu.
24 Dem winkte Simon Petrus, dass er fragen sollte, wer es wäre, von dem er redete.
25 Da lehnte der sich an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist's?
26 Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
27 Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!
28 Aber niemand am Tisch wusste, wozu er ihm das sagte.
29 Einige meinten, weil Judas den Beutel hatte, spräche Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Fest nötig haben!, oder dass er den Armen etwas geben sollte.
30 Als er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht.

Predigt   am Sonntag 14.03.2021  (Kirchweihe)Ulrich Becker 100

Predigttext Offenbarung 21

1 Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er wird ihr Gott sein;
4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
7 Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Kind sein.
 

Predigt   am Sonntag 07.03.2021  (Okuli)Ulrich Becker 100

Predigttext Epheser 5, 1-8

1 So folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder
2 und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch.
3 Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört.
4 Auch schandbare und närrische oder lose Reden stehen euch nicht an, sondern vielmehr Danksagung.
5 Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger – das sind Götzendiener – ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes.
6 Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams.
7 Darum seid nicht ihre Mitgenossen.
8 Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts.
 

Predigt  am 28.02.2021 (Reminiszere)Ulrich Becker 100

Predigttext Römer 5   , 1-8

1 Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus;
2 durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird.
3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt,
4 Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung,
5 Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
6 Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben.
7 Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben.
8 Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

Predigt 14.02,2021 (Estomihi)Ulrich Becker 100

Predigttext Markus Kap. 8 - 10

Jesus kündigt zum ersten Mal sein Leiden und Sterben und seine Auferstehung an (8,31-33):
31 Jesus sprach mit seinen Jüngern zum ersten Mal darüber, dass der Menschensohn vieles erleiden müsse und von den Ältesten, den führenden Priestern und den Schriftgelehrten verworfen werde; er werde getötet werden und drei Tage danach auferstehen. 32 Klar und offen redete er darüber. Da nahm Petrus ihn beiseite und versuchte mit aller Macht, ihn davon abzubringen. 33 Aber Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies ihn scharf zurecht: »Geh weg von mir, Satan! Denn was du denkst, kommt nicht von Gott, sondern ist menschlich.« ...
 


Berg & Lebenstour

Nachfolgegedicht zu Johannes 14,6


Eine Bergtour liegt vor mir.
Beeindruckend ist die Gegend hier
und der Weg schraubt sich weiter hinauf.
Anstrengung neh´m ich gern in Kauf!

Plötzlich teilt sich der Weg.
Entscheidung ist angesagt, ich überleg:
Nur ein Pfad führt mich dorthin,
wo ich erwartet und willkommen bin!

Mein Leben gleicht einer Pilgerreise,
die ein jeder geht auf seine Weise.
Doch eine Frage bleibt bis zum Grabe:
Ob ich mich richtig entschieden habe?

Mein Wille gibt die Richtung an,
die ich aus dem Wort Gottes klar gewann.
Jesus ist der Weg, Wahrheit und Leben.
Zielwärts kann ich nichts Besseres erstreben!

Mit dem verlässlichen Lebensbegleiter
kommen wir nur im Glauben weiter.
Unser Dasein mündet einst in die Ewigkeit.
Vertrau Dich Christus an, es wird Zeit!

 

(Nachfolgegedicht, Autor: Ingolf Braun, 2020)


 

... Stille...

 

Stille, warum und wozu?
Brauchen wir wirklich Ruh?
Maschinen brauchen Wartung,
Menschen brauchen Entschleunigung!

Alltagshektik macht auf Dauer krank,
Nervosität erzeugt Unruhe und Zank.
Nur leistungs- und ergebnisorientiert zu sein,
belastet in der Folge und bringt nicht viel ein!

Ständig aufgezogen zu agieren,
geht mit Sicherheit bald an die Nieren.
Such Dir ein Stille-Zeit-Fenster täglich,
für Kraft und Klarblick - mach´s möglich!

Stille ist nicht nur einfach Nichtstun.
Die Seele regeneriert sich beim Ausruh´n.
Stille heißt aufzutanken und orientieren,
Abstand schaffen, konzentrieren!

Gottvertrauen, wird zum Lebensstil.
König David war dafür ein Beispiel:
“Sei stille dem Herrn und warte auf ihn.”
“Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin!”
Psalm 37,7; Psalm 46,11

“Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.
Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung.”                                                                                    Psalm 62,2+6