Corona – und nun? - Was sich jetzt ändert und was noch möglich ist

Die Ereignisse überschlagen sich. Regeln und Anweisungen, die heute gelten, können morgen schon nicht mehr aktuell sein. Seriöse Planungen sind deshalb kaum möglich.

Die Bundeskanzlerin hat in ihrer Fernsehansprache am 18. März eindringlich gemahnt, körperliche Nähe zu anderen Personen so weit wie möglich einzuschränken. Selbstverständlich richten wir uns nach den Anweisungen der Behörden.  Deshalb entfallen alle geplanten Gottesdienste im Monat April. Auch die Konfirmation, die für den 10. Mai geplant war, muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Sobald sich die Lage zu normalisieren beginnt, werden wir mit den betroffenen Familien sprechen.

Die Gottesdiensttermine für die zweite Maihälfte stehen unter Vorbehalt. Dass sie in der geplanten Form stattfinden können, ist aber eher unwahrscheinlich, denn der Höhepunkt der Krise war bei Redaktionsschluss noch nicht in Sichtweite.  Voraussichtlich müssen wir auch die Gottesdienste zur Jubelkonfirmation absagen. Wir werden Sie durch Aushänge und auf unserer Internetseite rechtzeitig informieren.

Bestattungen werden auf unseren Friedhöfen nur noch unter freiem Himmel und im engsten Familienkreis durchgeführt.

Auch wenn Gemeindeveranstaltungen in der gewohnten Form zurzeit nicht stattfinden können, sollen Sie wissen, dass wir für Sie da sind. Die Büros der Pfarrämter sind telefonisch erreichbar, persönliche Besuche sind in dringenden Fällen möglich.

In diesen schwierigen Zeiten kommt es mehr denn je darauf an, dass wir in den Gemeinden verlässlich zusammenstehen und nach Wegen suchen, uns gegenseitig zu unterstützen und der Vereinsamung entgegenzuwirken. Das Abstandsgebot macht es schwerer, Kontakt zu halten, aber von den Möglichkeiten, die uns bleiben, sollten wir reichlich Gebrauch machen: anrufen, Briefe schreiben, füreinander beten.

Dreimal täglich läuten die Glocken unserer Kirchen. Sie rufen dazu auf, die alltäglichen Abläufe zu unterbrechen, die Stille zu suchen und ins Gebet zu gehen. Wer betet, ist direkt mit dem Himmel verbunden und mit den Schwestern und Brüdern, die das Gleiche tun. Vorschläge für die Gebete am Morgen, am Mittag und am Abend finden Sie am Ende dieser Seite.

Manche Menschen brauchen auch ganz praktische Hilfe, zum Beispiel zur Erledigung von Einkäufen. Andere suchen nach einer sinnvollen Aufgabe und möchten sich gern für solche Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Wir wollen gern dabei helfen, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen.

Also: Wenn Sie Unterstützung brauchen, sprechen Sie mit den Kirchenvorstehern oder rufen Sie im Pfarrbüro an. Wenn Sie jemanden wissen, der Hilfe sucht, teilen Sie uns bitte den Namen mit. Wenn Sie sich vorstellen können, den einen oder anderen Dienst zu übernehmen, geben Sie uns bitte ein Zeichen, am besten auch über das Pfarrbüro. Wir stellen dann die Verbindung her.

Sie erreichen das Pfarrbüro unter 037608/22585. Ein Anrufbeantworter ist geschaltet und wird täglich abgehört.

Lassen Sie uns im Geist zusammenrücken und darauf vertrauen, dass wir bei Gott in guten Händen sind.

Pf. Ulrich Becker