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KIRCHENNACHRICHTEN

                     August 2020   / September 2020                            

für die Gemeinden St.- Bartholomäus und Luther in Waldenburg, Franken, Schlagwitz, Schwaben, Dürrenuhlsdorf, Ziegelheim, Niederwinkel und Oberwinkel / Ebersbach

 Titelbild
 

Ulrich Becker 100


 

Liebe Leserinnen und Leser,

könnten Sie das von sich selbst so sagen: Ich bin wunderbar gemacht, ein einzigartiges Kunstwerk? Woher nimmt der Psalmbeter dieses enorme Selbstbewusstsein? Sollte man da nicht ein bisschen zurückhaltender sein?

Ich glaube nicht, dass hier jemand ein großspuriges Loblied auf sich selber singen will. David, der Verfasser dieser Zeilen, wusste sehr wohl um seine schwachen Seiten. Im 51. Psalm bekennt er ganz unumwunden, dass er ein Sünder ist (Psalm 51, 7).

Aber er weiß auch: Meine ganze Existenz verdanke ich dem großen Gott. Ich bin Teil seiner Schöpfung, die er selbst mit „sehr gut“ bewertet hat. Ich bin sein Wunschkind – und daran ändern auch meine Verfehlungen und meine dunklen Seiten nichts. Im Gegenteil: Gerade weil Gott so viel Sorgfalt und so viel Liebe darauf verwendet hat, mich ins Leben zu rufen und mich mit einem unverwechselbaren Charakter auszustatten, darf ich hoffen, dass er meine Schuld nicht gegen mich verwendet. Ich darf ihn bitten, dass er nicht aufhört, mich zu verändern und mein Herz zu formen. Deshalb schließt der Psalm mit der Bitte: „Sieh, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf ewigem Weg.“

Immer wenn ich mich über mich selbst ärgere und unzufrieden mit mir bin, darf ich mir in Erinnerung rufen, dass mein Dasein kein Zufall ist; dass ich gewollt bin – mit meinen Gaben und meinen Grenzen - und dass Gott etwas mit mir vorhat. Es ist ein gutes Gefühl,  zu wissen: als ich geboren wurde, nahm ein genialer Gedanke Gottes Gestalt an. Von Gott her hat mein Leben einen tiefen Sinn und einen unschätzbaren Wert. Ich darf in den Spiegel schauen und mit David beten: Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin.

Mit einer Liedstrophe von Jürgen Werth grüßt Sie herzlich

Ihr Pfarrer Ulrich Becker

 

Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee,

und dass du atmest, kein Entschluss von dir.

Vergiss es nie: Dass du lebst war eines anderen Idee,

und dass du atmest, sein Geschenk an dich.

 

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur,

ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.

Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu.

Du bist du, das ist der Clou, ja der Clou. Ja, du bist du


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