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KIRCHENNACHRICHTEN

                     Februar 2019   / März 2020                            

für die Gemeinden St.- Bartholomäus und Luther in Waldenburg, Franken, Schlagwitz, Schwaben, Dürrenuhlsdorf, Ziegelheim, Niederwinkel und Oberwinkel / Ebersbach

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Ulrich Becker 100

Ich glaube – hilf meinem Unglauben!

 

Hin- und hergerissen zwischen Glauben und Unglauben – jeder, der ernsthaft nach Gott fragt, kennt diese Erfahrung. Manchmal fällt es uns leicht, Jesus in allen Dingen zu vertrauen, und manchmal überwiegen die Zweifel, und der letzte Rest von Glauben verflüchtigt sich.

Der Evangelist Markus erzählt, wie ein verzweifelter Vater zu Jesus kommt und ihn um Hilfe für seinen kranken Sohn bittet. Er hat schon vieles versucht und ist immer wieder enttäuscht worden. Jesus ist seine letzte Hoffnung. Er weiß nicht genau, was er von Jesus erwarten kann, aber er ist entschlossen, alles auf diese eine Karte zu setzen.

Dieser Vater schätzt seinen Glaubensstand nicht sehr hoch ein, aber das spielt für Jesus keine Rolle. Er schaut nicht auf das, was fehlt, sondern auf das, was da ist. Er fragt nicht danach, welche Voraussetzungen dieser Mann erfüllt, sondern öffnet ihm sein erbarmendes Herz.

„Ich glaube – hilf meinem Unglauben.“ Wer so betet, spricht ein Bekenntnis aus – ein Glaubensbekenntnis. Er erwartet, dass Jesus mehr tun kann als jeder andere. Wer so betet, der weiß aber auch, dass er in der Schule des Glaubens noch einige Lektionen vor sich hat, und er ist bereit, sich in dieser Schule anzumelden.

Und genau das will uns die Jahreslosung ans Herz legen: Egal, auf welchem Stand unser Glaube ist – wir sollen uns bewusst machen, dass da noch Luft nach oben ist. Und dann ist es unsere Sache, die Quellen aufzusuchen, wo wir neue Anregungen und Hilfen für unseren Glauben empfangen können. Der Glaube wächst, wenn er gut ernährt wird.

 „Ich glaube  -  hilf meinem Unglauben“ – es beginnt damit, dass wir uns vor Jesus ehrlich machen; dass wir ihm unsere Glaubensprobleme erzählen. Er wird uns keine Vorwürfe machen, sondern uns behutsam an die Hand nehmen und uns ermutigen, den nächsten Glaubensschritt zu gehen. 

Letztlich können wir den Glauben nicht selbst erzeugen. Er wird uns geschenkt – von Jesus. Unsere Sache ist es, dorthin zu kommen, wo er anzutreffen ist und austeilt – und das ist immer in erster Linie die Gemeinde.

Mit herzlichen Segenswünschen für das Jahr 2020

Ihr Pfarrer Ulrich Becker

(Zum Laden der Kirchennachrichten als PDF hier oder auf das Bild klicken)