Termine / Veranstaltungen - Auf einen Blick

Keine Einträge gefunden
 

KIRCHENNACHRICHTEN

                     August/September 2019                                

für die Gemeinden St.- Bartholomäus und Luther in Waldenburg, Franken, Schlagwitz, Schwaben, Dürrenuhlsdorf, Ziegelheim, Niederwinkel und Oberwinkel / Ebersbach

 
tielbild

Monatsspruch August

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.
Mt 10,7

Liebe Menschen im Sommer,

vor einiger Zeit fiel mir der folgende Satz in die Hände: “ Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Frost und Hitze, Saat und Ernte, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ 1.Mose 8,22. Ich las ihn und sagte: „Wie schön, ein Wort für die Bauern!“ Nun lese ich diesen Satz wieder und wieder und merke: Es ist ein Satz für uns alle.                         

Der Zusammenhang ist folgender: Menschen und Tiere aus Noahs Arche können nach der großen, so lange andauernden Flut die Erde wieder trockenen Fußes betreten, „dass sie sich regen und fruchtbar seien.“ Die Katastrophe ist vorbei. Noah opfert Gott zum Dank Brandopfer und dieser Geruch ist Gott lieblich in der Nase und er spricht in seinem Herzen etwa: „… ich kenne euch, aber solange die Erde steht, soll nicht aufhören Frost und Hitze, Saat und Ernte, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Die Taube trägt den Olivenzweig der Hoffnung in ihrem Schnabel. Mir flößt dieser Satz eine Art Urvertrauen ein.

„Solange die Erde steht“ – ja, die Frage kann einem schon kommen, ob es hier „ewig“ so weitergeht. – „soll nicht aufhören“ – auch der Gedanke, dass etwas aus den Fugen geraten ist mit unserer Erde und unserer Welt, liegt nicht fern, wenn wir uns nur mal kurz umhören. Und ob „es“ noch „funktioniert“, z.B. mit dem Regnen, dass können wir nach Wochen ungewohnter Trockenheit schon mal fragen. Aber wir können auch versuchen, zu verstehen, dass wir in Deutschland oder Europa nur ein kleiner Teil der Erde sind, der, wie Alles auf der Welt, auch der Veränderung unterliegt. Mir fällt gerade die Geschichte von Josef ein, der in seinem Landstrich in den 7 fetten für die 7 mageren Jahre vorsorgte. Unser Problem ist, dass wir die Zusammenhänge oft erst von hinten her verstehen.

Aber ich schweife ab: „ … Frost und Hitze, Saat und Ernte, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ In diesen Rhythmen befinden wir uns, wir sind geradezu geborgen in der Ordnung, die Gott gab. Zum Wachsen und Gedeihen. Wir frieren und schwitzen und mittendrin sind wir ganz wohl im Gemäßigten. Wir säen und ernten, wir warten, hoffen, hegen und pflegen, hoffentlich in wacher Verantwortung, wir arbeiten uns ab und sind oft zufrieden dabei. Der Takt von Sommer und Winter, von Tag und Nacht gibt uns Raum und Zeit zum Aufleben und zum Zurückziehen, zum Zurückschauen, zum Schlafen und zum Träumen von  Morgen. – Geborgen im geschenkten Wiegeschritt des Nicht-Aufhörens. Liebe Sommermenschen, lasst uns vertrauen, dass Gott seine Erde nicht im Stich lässt, denn er sprach es in seinem Herzen  zu sich, für uns.                                                  

Ihre Astrid Sander

 

(Zum Laden der Kirchennachrichten als PDF auf das Bild klicken)