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KIRCHENNACHRICHTEN

                     April/ Mai 2019                                

für die Gemeinden St.- Bartholomäus und Luther in Waldenburg, Franken, Schlagwitz, Schwaben, Dürrenuhlsdorf, Ziegelheim, Niederwinkel und Oberwinkel / Ebersbach

 
Titel

Monatsspruch April:

Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.  (Matthäus 28, 20)

Ulrich Becker 100Liebe Gemeinde!
Als Jesus sich von seinen Jüngern verabschiedete, übertrug er ihnen eine riesige Aufgabe. Allen Völkern sollten sie die gute Nachricht bringen. Überall auf der Welt sollten sie Menschen zum Glauben rufen. Dabei waren sie oft schon an viel kleineren Aufträgen gescheitert. Jesus hat elf Männer vor sich, die nicht wirklich bereit sind für das, was sie jetzt tun sollen.
Auch in dieser Abschiedsszene auf dem Berg machen sie keine besonders gute Figur. Sie stehen dem Auferstandenen gegenüber. Sie sind Augenzeugen des größten Wunders aller Zeiten. „Kommt, lasst uns anbeten und Halleluja singen“ – das wäre die naheliegende Reaktion gewesen. Aber da steht: „Sie zweifelten.“ (Matthäus 28, 17) Mit ihrer Glaubenskraft ist wirklich kein Staat zu machen. Und trotzdem sagt Jesus: „Ihr geht, Ihr elf - so wie Ihr hier steht. Unterwegs werden wir einiges in Ordnung bringen, aber jetzt geht. Ihr seid mein Team.“
Gott liebt es offenbar, mit Menschen zu arbeiten, die nicht perfekt sind und die es sich nicht zutrauen. Am Ende haben sie alle gesagt: „O.k., Gott, auf dein Wort hin mache ich es. Ich weiß zwar nicht, wie du ausgerechnet auf mich kommst – aber wenn du es sagst, dann will ich dir zutrauen, dass es irgendwie funktioniert.“ Und es hat funktioniert.
Wenn Gott Gemeinde bauen will, dann fällt seine Wahl immer auf unvollkommene Menschen - auch hier bei uns. So wie er es damals mit seinen elf unvollkommenen Freunden gemacht hat, so hält er es bis zum heutigen Tag.
Da kann man natürlich fragen: Ist das nicht ein bisschen unvernünftig? Ist das nicht viel zu riskant? Warum macht er das?
Ich glaube, es wäre für Jesus viel riskanter, wenn er Menschen losschicken würde, die sich sicher und stark fühlen; die sagen würden: „Ich hab’s drauf, ich bin bereit, ich kann das und ich will das! Ich zeig euch mal, wie es geht.“
Das wäre ein wirklich riskantes Spiel. Immer wenn es einer von den Elf auf diese Weise, also aus eigener Kraft und aus eigenem Willen versucht hat, ging es gründlich schief. Dann musste Jesus ihnen sagen: „Lernt es doch endlich: Ohne mich könnt Ihr nichts tun.“
Deshalb heißt der letzte Satz in seiner Beauftragungsrede: „Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt.“ Es wird dabei bleiben: Wir werden ständig an unsere Grenzen kommen; wir werden uns immer wieder überfordert fühlen in unserem Dienst für Jesus. Aber das macht nichts, denn Jesus verspricht: „Ich bin bei euch alle Tage.“ Ohne ihn können wir nichts tun. Mit ihm ist das Team perfekt.

Es grüßt Sie herzlich

 

Pfarrer Ulrich Becker!

 

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