Termine / Veranstaltungen - Auf einen Blick

KIRCHENNACHRICHTEN

                     April 2018 und Mai 2018                                

für die Gemeinden St.- Bartholomäus und Luther in Waldenburg, Franken, Schlagwitz, Schwaben, Dürrenuhlsdorf, Ziegelheim, Niederwinkel und Oberwinkel / Ebersbach

Titelbild 04 2018

Liebe Gemeinde,

Ulrich Becker 100
Am Ostseestrand lässt ein Junge bei schönem Wetter seinen Drachen steigen. Er benutzt eine sehr lange Schnur, und als die Schnur völlig abgerollt ist, sieht man von dem Drachen nichts mehr. Er ist bis in die Wolken hinein geschwebt. Da kommt ein Spaziergänger den Strand entlang und fragt den Jungen, was er da macht. „Ich lasse meinen Drachen steigen“, sagt der Junge stolz. „Aber ich sehe überhaupt keinen Drachen“, wendet der Mann ein. „Ich sehe ihn auch nicht“, antwortete der Junge. „Aber ich weiß, dass er da ist. Denn ich fühle, wie er zieht.“

So wie es dem Jungen mit dem Drachen geht, geht es uns oft mit Gott. Wir können ihn zwar nicht sehen, aber wir können spüren, wie er uns zieht. Auf ganz unterschiedliche Weise kann Gott uns zeigen, dass er uns lieb hat und dass er uns gern bei sich haben  möchte. Das kann ein Bibelwort sein, das uns plötzlich ganz neu anspricht; oder eine liebevolle Geste eines Mitmenschen; oder eine wunderbare Bewahrung in einer Gefahrensituation; oder ein mutmachender Anruf in einer Krisenzeit. Es kann aber auch ein ernstes, einschneidendes Ereignis sein, das uns zu tieferem Nachdenken oder ins Gebet treibt. Man kann für solche Ereignisse immer auch andere Erklärungen finden, aber oft wird uns im Nachhinein klar: das kann kein Zufall gewesen sein. Hier hat Gott an mir gezogen. Gott sehnt sich danach, uns bei sich zu haben – und er setzt alle Hebel in Bewegung, damit das gelingt.

Zu Christi Himmelfahrt erinnern wir uns daran, dass Jesus in die himmlische Welt Gottes zurückgekehrt ist. Für die Jünger von Jesus war es damals eine schockierende Nachricht, als sie davon erfuhren, dass Jesus sie verlassen würde, um seinen Platz im Himmel einzunehmen. Und Jesus tröstete sie, indem er ihnen erklärte: „Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.“

Dort, wo Jesus jetzt ist, sollen wir einmal hinkommen. Wir werden erwartet in der himmlischen Welt. Und weil Jesus uns liebend gern bei sich haben möchte, hört er nicht auf, an uns zu  ziehen.  Darum ist es wichtig, dass  wir die Verbindung zu Gott nicht abreißen lassen - im Bild gesprochen: dass wir den Faden des Glaubens nicht loslassen.

Natürlich können wir Gott nicht, wie einen Drachen am Faden, zu uns herunterziehen. Aber er ist ja von selbst gekommen. Er ist Mensch geworden – und er hat uns das Ende des Fadens gebracht. Wir müssen es nur festhalten und mitgehen.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Pfarrer Ulrich Becker

 

 

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